„Good Governance“ und verantwortungsvolle Organisationsführung bei öffentlicher Verwaltung und öffentlichen Unternehmen sind für den Staat und die Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Hierzu ist ein anforderungsgerechtes Regelwerk mit hinreichender Akzeptanz bei allen Akteursgruppen erforderlich.

Der Deutsche Public Corporate Governance-Musterkodex (D-PCGM) umfasst Grundsätze zur verantwortungsvollen Steuerung, Leitung und Aufsicht von und in öffentlichen Unternehmen, die in Praxis und Wissenschaft als einschlägig eingestuft werden, sowie Hinweise auf gesetzliche Vorschriften und Vorgaben.

Wie auf dieser Seite veranschaulicht, ist der D-PCGM von einer hochkarätigen Expertenkommission mit einem integrativen, partizipativen und transparenten Prozess mit Konsultationsverfahren zur Unterstützung von Gebietskörperschaften und einzelnen Akteur/innen auf allen föderalen Ebenen sowie zur weiteren Stärkung der Public Corporate Governance entwickelt worden. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit soll der D-PCGM übergreifenden Mehrwert und Arbeitserleichterungen im Alltag liefern.

In der Debatte über nachhaltige Daseinsvorsorge, digitale Transformation, demographischen Wandel, Klimaschutzziele, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen/Sustainable Development Goals (SDGs), die Zukunft des demokratischen Gemeinwesens sowie die Staats- und Verwaltungsmodernisierung kann eine anforderungsgerechte Ausgestaltung der Public Corporate Governance Weiterentwicklungsbestrebungen vielfach unterstützen. Public Corporate Governance befasst sich mit dem Ordnungsrahmen und der praktizierten Steuerung von Organisationen der öffentlichen Hand mit selbständiger Wirtschaftsführung wie z.B. öffentlichen Unternehmen. Public Corporate Governance schließt die Themen Beteiligungssteuerung und Beteiligungsmanagement ein.

In Deutschland wurden seit dem Jahr 2005 von Kommunen, Bundesländern und Bund zahlreiche verschiedene Public Corporate Governance Kodizes (PCGK) etabliert. Ein PCGK soll eine Zusammenstellung von Grundsätzen zur verantwortungsvollen Steuerung, Leitung und Aufsicht von und in öffentlichen Unternehmen sein, die sich in der Praxis und nach wissenschaftlichen Analysen einschlägig bewährt haben. Vorherrschend wird die Auffassung vertreten, dass ein PCGK – eine anforderungsgerechte Ausgestaltung vorausgesetzt – hilfreiche Beiträge für die PCG leisten kann.

Zitate-Übersicht zu Nutzen und Chancen eines Public Corporate Governance Kodex (kleiner Auszug)

„Nach drei Jahren Praxiserfahrung mit dem Public Kodex lässt sich sagen: Er hat die mit ihm verbundenen Erwartungen für den Bund weitgehend erfüllt: Es zeigt sich klar, dass das Bewusstsein für ein gute Corporate Governance sowohl bei den Bundesunternehmen selbst als auch bei den Mandatsträgern und den Beteiligungsführern deutlich gestiegen ist. Damit hat der Public Kodex einen wichtigen Zweck erreicht.“

Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, 2012

„Was dem Kapitalanleger recht ist, soll dem Steuerzahler billig sein. Wir wollen auch für die öffentlichen Unternehmen Standards für eine gute Unternehmensführung formulieren… Im Ziel sind wir uns alle einig: Wir brauchen einen Public Corporate Governance Kodex.“

Brigitte Zypries, Bundesministerin der Justiz a.D., 2008

„Kodex schafft Grundlage für strategisches Beteiligungsmanagement.“

Dr. Thomas Trousil, Sächsischer Rechnungshof, ehem. Leiter des Referats für Beteiligungen und Querschnittsaufgaben im Thüringer Finanzministerium, 2019

„Wichtiges Instrument der Beteiligungssteuerung/des strategischen Beteiligungsmanagements.“

Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt), 2012

„Freilich stellt die Vielgestaltigkeit öffentlicher Unternehmen den Verfasser eines Verhaltenskodexes vor besondere Herausforderungen….Ein maßgeschneiderter „Hauskodex“ ist allerdings nicht unbedingt die bessere Alternative. Viele Kommunen als Eigentümer wären mit seiner Erstellung überfordert. Überdies wäre die Vergleichbarkeit der Unternehmensverfassungen aus Sicht der Allgemeinheit in Frage gestellt. Das Projekt eines übergreifenden Verhaltenskodexes für öffentliche Unternehmen verdient daher Unterstützung.“

Prof. Dr. Jan Schürnbrand, 2010

„Angesichts der hohen Zahl von Unternehmen im Besitz der öffentlichen Hand und damit einer ungebrochenen Bedeutung der öffentlichen Wirtschaftsfätigkeit gerade auf kommunaler Ebene würde einiges dafürsprechen, dass sich weitere Kodizes in Deutschland etablieren werden. Anzeichen dafür gibt es.“

Ulrich Maas, Vorsitzender Institut für den öffentlichen Sektor e.V., 2019

„Verwaltung und Verwaltungsspitze … sehen in dem Erstellungs- und Diskussionsprozess zur PCG große Chancen, eingeschliffene Handlungsschemata aufzubrechen.“

Weiblen, 2011

„Implementierung eines PCGK lässt Verbesserungen der strukturellen und prozeduralen Transparenz erwarten.“

Theuvsen, 2012

„Angesicht der Vielfalt der Überwachungsaufgaben und der Zusammenarbeit der Aufsichtsgremien in der öffentlichen Wirtschaft sollten Grundsätze ordnungsmäßiger Überwachung öffentlicher Unternehmen formuliert werden.“

Gesellschaft für öffentliche Wirtschaft, Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats, 1982

„In der Praxis bestanden daher erhebliche Defizite … Diese Lücke können PCGKs füllen.“

Hammerschmid, 2010

„Zweifelsohne sind die beschriebenen Entwicklungen … hin zu einem PCGK … zu begrüßen.“

Harms, 2008

„Es handelt sich … um sachdienliche, zweckmäßige und daher begrüßenswerte Regelwerke.“

Raiser, 2010

„Mit dem PCGK des Bundes hat die Bundesregierung einen ersten wichtigen Schritt zur Verbesserung der Transparenz und Effizienz bei öffentlichen Unternehmen getan.“

Schürnbrand, 2010

„Abschließend lässt sich festhalten, dass die vorgelegten Beteiligungsgrundsätze des Bundes einen wesentlichen Schritt hinsichtlich der Transparenz des Beteiligungsmanagements darstellen.“

Gemkow, 2010

„Festzuhalten ist, dass die Verabschiedung eines Public Corporate Governance Kodex Zustimmung verdient.“

Mühl-Jäckel, 2009

„Der PCGK erscheint grundsätzlich dazu geeignet, sowohl das Vertrauen bei den Bürgern als auch die Effizienz bei den öffentlichen Unternehmen zu erhöhen und ist insoweit positiv zu beurteilen.“

Ellerich, Schulte & Radde, 2009

„Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend … einen Governance Kodex als handlungsleitende Maxime zu entwickeln, der sowohl zu einer besseren externen Steuerung und Kontrolle der öffentlichen Unternehmen … als auch zu einer besseren internen Führung dieser Unternehmen beitragen kann.“

Röber, 2008

„Ein Corporate Governance Kodex … kann vor dem Hintergrund der Überlegungen positive Wirkungen hinsichtlich der intendierten Transparenzerhöhung oder Rechenschaftslegung generieren.“

Lenk & Rottmann, 2008

„Ein solches Regelwerk könnte als vertrauensbildende Maßnahme bei den Betroffenen wirken und der Effizienzsteigerung in der öffentlichen Wirtschaft dienen.“

Eichhorn, 2008

„Trotz des nach wie vor bestehenden Diskussionsbedarfs bewerten die betroffenen Unternehmen den Kodex positiv.“

Höflinger, 2008

„Kodex könnte Vertrauen des Bürgers steigern und Interesse des Eigentümers schützen.“

Rieckmann, 2008

„Richtig angewandt, kann ein Kodex wertvolle Hilfe in der Beteiligungsführung und -steuerung sein.“

Rudolf X. Ruter & Markus Häfele, 2007

„Nahezu alle Rechnungshöfe schätzen die Chancen einer PCG für die Effizienzsteigerung und die verbesserte Kommunikation und Transparenz bei öffentlichen Unternehmen als gut ein.“

Dietrich & Struwe, 2006

„So müssten sowohl die Legitimationskrise der Politik wie die Finanzmisere der öffentlichen Hand (und ihrer Unternehmen) Anreize genug sein, mit Hilfe eines PCGK die Unternehmensführung bei öffentlichen Unternehmen zu verbessern.“

Dietrich & Struwe, 2006

„Ich kann mir vorstellen, dass die Einführung eines Corporate Governance Kodex eine Chance darstellt, die Steuerung öffentlicher Unternehmen zu verbessern … Als Fazit ist festzuhalten, dass der Versuch mittels Einführung eines PCGK das Bewusstsein und möglicherweise das Verhalten … zu ändern durchaus lohnen würde.“

Seibicke, 2005

„Hingegen könnte der hier in seiner Grundstruktur skizzierte Public Corporate Governance Kodex ein Beitrag zur Lösung dieses Problems leisten.“

Budäus & Srocke, 2003

„Trotzdem spricht die derzeitige Situation für einen Kodex, weil eine zusätzliche Regulierung durch Gesetze die Steuerungsdefizite im öffentlichen Sektor offensichtlich nicht beseitigen kann.“

Srocke, 2005

„Mit Blick auf die Finanzsituation der Kommunen ist ein effizienteres Handeln der öffentlichen Unternehmen … unabdingbar. Ein PCGK kann dazu beitragen.“

Dietrich & Struwe, 2005

„Nicht ohne Grund ist deshalb die Ausformulierung von Grundsätzen ordnungsgemäßer Überwachung öffentlicher Unternehmen gefordert worden.“

Siekmann, 1996

Neben übergreifenden Potenzialen würde ein auf einer Internetseite veröffentlichter bundesweiter Musterkodex gemeinsame Vorteile für viele Beteiligte auf verschiedenen Ebenen bringen. Angesichts der derzeitigen Situation wäre dies ein maßgeblicher Entwicklungsbeitrag, weshalb die Bemühungen bis zur Realisierung nicht nachlassen sollten.

Prof. Dr. Ulf Papenfuß, 2017, Your Content Goes Here

Die in Praxis und Wissenschaft herausgestellten Chancen begründen, weiterhin Wege zur Entwicklung einer hochrangigen PCG-Kommission und einem bundesland-übergreifenden Grundlagenkodex zu suchen.

Prof. Dr. Ulf Papenfuß, 2013, Your Content Goes Here

Zahlreiche Autorinnen und Autoren haben die Defizite und Uneinheitlichkeit von PCGKs kritisiert, wie folgend auf dieser Internetseite und bei Studien veranschaulicht, und die Erfordernisse und Chancen für einen Public Corporate Governance-Musterkodex betont.

Im Vergleich zum Deutschen Corporate Governance Kodex für börsennotierte Unternehmen der hierfür zuständigen Regierungskommission gibt es in der Public Corporate Governance zahlreiche Besonderheiten. So ist u.a. das Feld „Gesellschafter“ mit den politischen Organen und dem Organisationselement Beteiligungsmanagement komplett anders zu gestalten als im Feld für börsennotierte Unternehmen und zahlreiche Aspekte von demokratischer Legitimation in Governance- und Steuerungsprozessen müssen berücksichtigt werden. Auch in zahlreichen anderen Feldern sind aufgrund des konstitutiven öffentlichen Zwecks und der Ausrichtung der Unternehmen am öffentlichen Auftrag spezifische situationsgerechte Regelungen erforderlich. Hinzutreten Kommunikationsfragen und Erfordernisse für eine Expertenkommission mit Mitgliedern, die das spezifische Feld der Public Corporate Governance aller föderalen Ebenen kennen und repräsentieren.

Im Zuge der Diskussion wird ein D-PCGM seit vielen Jahren von verschiedenen Seiten einschlägig und vielfach gefordert (siehe veranschaulichte Zitate auf dieser Website und Studien).

ZIEL DES DEUTSCHEN PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE-MUSTERKODEX

Der D-PCGM bietet ein fundiert ausgearbeitetes Unterstützungsangebot für Akteursgruppen, die in Gebietskörperschaften und öffentlichen Unternehmen mit der Etablierung eines PCGK oder der Evaluation eines bereits vorliegenden PCGK betraut sind. Zudem liefert er Impulse für einen Austausch und zu möglichen Herangehensweisen an zahlreiche „Governancefragen“ im Arbeitsalltag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Public Corporate Governance für alle mit der Thematik befassten Akteursgruppen mit dem Ziel einer nachhaltigen Erfüllung öffentlicher Aufgaben.

Für den D-PCGM kann der Begriff „Muster“ im Sinne einer Leitlinie bzw. einer Vorlage oder auch als Handreichung und „Instrumentenkasten“ verstanden werden. Er ergänzt die Erarbeitung bzw. Überarbeitung eines für die jeweilige Gebietskörperschaft als situationsgerecht empfundenen PCGK, der von den zuständigen politischen Gremien (z.B. Stadtrat, Landtag) verabschiedet wird. Bei der gemeinschaftlichen Erarbeitung von Regelungen vor Ort in den jeweiligen Gebietskörperschaften kann der D-PCGM gezielt für Vergleiche und als Diskussionsbasis genutzt werden.

Der integrative und vollständig transparente Prozess bei der Entwicklung und späteren Evaluation des D-PCGM bietet einen fundierten und neutralen Rahmen, die Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften in diesem Feld auch über die föderalen Ebenen hinweg zu stärken. Der D-PCGM soll übergreifenden Mehrwert und Arbeitserleichterungen im Alltag liefern.

Zitate-Übersicht zum Bedarf des Deutschen Public Corporate Governance-Musterkodex

„Erfolg versprechend wäre die Einberufung einer Kommission in Anlehnung an das Vorgehen beim DCGK im privaten Bereich. Diese sollte mit kompetenten Personen aus der Kommunal- und Staatsebene besetzt sein. Im Sinne eines neutralen Sachverwalters wäre auch der wissenschaftliche Bereich gefragt. Vertreter  des Management öffentlicher Beteiligungen sollten ebenfalls beteiligt werden und eventuell auch Führungspersonen privater Unternehmen … Schließlich sind die Rechnungshöfe und Rechnungsprüfungsämter mit ihren Erfahrungen und Kompetenzen in einen derartigen Prozess einzubinden.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Budäus | Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Public Management | Amtsleiterin der Kämmerei bei der Stadt Köln, 2003

„Vielmehr wäre es vorstellbar und sinnvoll, dass eine hochrangig zusammengesetzte Kommission aus Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden, Rechnungshöfen, IDW und Wissenschaft … einen guten gemeinsamen Schritt voran tut auf dem Wege zu einer verbesserten Public Corporate Governance.“

Prof. Dr. Jens Harms, Ehem. Präsident des Berliner Rechnungshofes, 2008

„Die Entwicklung des DCGK kann für das geeignete Verfahren ein Beispiel sein … In der nächsten Stufe sollte unter Einbeziehung aller bisher auf Bundes-, Landes- oder Kommunal-Ebene bestehender Texte ein erster Rahmen-Entwurf erstellt werden, der dann einer Kommission (Regierungskommission unter Einbeziehung aller Sachkundigen, siehe Baums- oder Föderalismuskommission) zur abschließenden Bearbeitung und weiteren Pflege übergeben werden könnte.“

Jens-Hermann Treuner, Ministerialrat als Mitglied des Bundesrechnungshofes, 2005

„Bei der Konzeption eines PCGK sollten nicht nur Mitglieder der Rechnungshöfe, Vertreter der öffentlichen Unternehmen bzw. ihrer Verbände, Mitglieder der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex … beteiligt werden. Fachkundige Interessierte sollten ebenso ihre Meinungen und Vorschläge an die Kommission richten können, um so Impulse von Betroffenen zu liefern.“

Dr. Mike Dietrich | Prof. Dr. Jochen Struwe, Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) | Professor für Unternehmensfürhung, Rechnungswesen und Controlling, 2006

„Jedes öffentliche Unternehmenkann von einem Public Corporate Governance Kodex profitieren – er setzt die Leitplanken für die Zusammenarbeit, die Spielregeln für Unternehmensführung und – aufsicht und mindert direkt und ohne Aufwand die Risiken. Der Musterkodex kann den vielen Städten und Gemeinden ohne Kodex eine Grundlage für die Einführung bieten, für Gebietskörperschaften mit einem Kodex hilft der Musterkodex bei der Überarbeitung.“

Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend, HEAG Holding AG, 2019

„Der PCGK kann als bürokratisches Monster enden, wenn er nicht lösungsorientiert gelebt wird. Richtig verstanden ist der PCGK ein Instrument zur effizienteren Steuerung der Beteiligungen. Seine Anwendung sollte zu einer fortwährenden Anpassung der Konzernorganisation und des städtischen Zielsystems führen und damit einen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten.“

Dr. Sven-Joachim Otto, Ernst and Young, 2019

„Ähnlich wie im Bereich der Doppik, bedarf es auch bei der Public Corporate Governance einer Harmonisierung. Die Entwicklung eines Muster-PCGKs ist hierfür unerlässlich.“

Dr. Jens Heiling, Ernst and Young, 2019

„Damit das „Rad“nicht immer neu erfunden werden muss: Es ist sehr sinnvoll, Empfehlungen an Gebietskörperschaften & Organisationen zu geben, um ‚gute‘ Unternehmensführung in der öffentlichen Hand weiter zu entwickeln und sicherzustellen.“

Teilnehmer/-in des ZU|kunftssalon Public Corporate Governance - Musterkodex, 2019

„Der Musterkodex bietet die Chance einheitliche Standdards einer nachhaltigen, verantwortungsvollen und demokratischen Unternehmensführung im öffentlichen Sektor mit der Herausforderung unserer Zeit festzusetzen und Orientierung zu schaffen.“

Teilnehmer/-in des ZU|kunftssalon Public Corporate Governance - Musterkodex, 2019

„Ein PCGK ist erstrebenswert und gut für die verantwortungsvolle, auch im ethischen Sinn verantwortete, effektive, zielführende und transparente Unternehmensführung.“

Teilnehmer/-in des ZU|kunftssalon Public Corporate Governance - Musterkodex, 2019

„Es bleibt zu hoffen, dass […] sich aus dem ‚Wettbewerb‘ unterschiedlich gestalteter PCGK (Bund vs. Land sowie die landesspezifischen Ausgestaltungen untereinander) sukzessive einheitliche und bessere Regelungen entwickeln. Zuletzt ist es den Bürgern bzw. Steuerzahlern als wesentlichen Stakeholdern mittelfristig nicht zu vermitteln, dass die Grundsätze einer guten Beteiligungsführung nicht nur zwischen Bund und Land, sondern auch zwischen den Ländern unterschiedlich auszulegen sein sollen. Letztlich muss erwartet werden, dass überall dieselben, angemessenen Maßstäbe an die Beteiligungsführung anzulegen sind.“

Dr. Simone Hartmann | Prof. Dr. Christian Zwirner , Regierungsdirektorin und Referentin im Bundesverteidigungsministerium | Geschäftsführer der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dr. Kleeberg & Partner GmbH

GANZHEITLICHE UND INDIVIDUELLE VORTEILE DURCH DEN DEUTSCHEN PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE-MUSTERKODEX

  • Unterstützung bei der Evaluation von bestehenden PCGK und der Etablierung von neuen PCGK

  • Hilfreiche und nützliche Beiträge für einen Austausch im Arbeitsalltag zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Public Corporate Governance für alle mit der Thematik befassten Akteursgruppen mit dem Ziel einer nachhaltigen Erfüllung öffentlicher Aufgaben

  • Bündelung von Erfahrungen und Kompetenzen sowie fundierte und neutrale Grundlage für die Diskussion und Etablierung von anforderungsgerechten Regelungen in dem PCGK einer Gebietskörperschaft

  • Arbeitserleichterungen und Zeitersparnisse für verschiedene Personen und Personengruppen in den Gebietskörperschaften und Unternehmen

  • Beitrag zu einem rollenkonformen Verhalten zwischen den Gesellschaftern und Unternehmen im Sinne der öffentlichen Aufgabenerfüllung bei jeweiligen Freiheitsgraden

  • Übergreifende Stärkung des Bewusstseins für verantwortungsvolle Public Corporate Governance und des gerechtfertigten Stellenwerts des Themas in der gesellschaftspolitischen Diskussion

  • Beitrag zur Stärkung des Vertrauens von Bürgerinnen und Bürgern in die öffentliche Hand und in öffentliche Unternehmen

  • Beitrag zur Stärkung des Vertrauens von Gesellschaftern und Investoren sowie von den Beschäftigten in die öffentliche Hand und in öffentliche Unternehmen

Eine kompakte Übersicht zu Bedarf und Chancen eines D-PCGM finden Sie in:

  • Papenfuß, U. (2019): Die Zeit ist reif für einen Public Corporate Governance-Musterkodex: Aktuelles Konsultationsverfahren für übergreifenden Mehrwert und Arbeitserleichterung im Alltag nutzen, in: Board: Zeitschrift für Aufsichtsräte, Heft 3, S. 116-118, hier abrufbar auf researchgate.net
  • Papenfuß, U. (2017): Public Corporate Governance Kodizes: Wie wir einen bundeslandübergreifenden Musterkodex entwickeln können, in: Michèle Morner/Ulf Papenfuß (Hrsg.), Anreizsysteme, Personalmanagement und Vergütung in den Unternehmen der Kommunen, des Bundes und der Länder, Speyer, S. 49-65, hier abrufbar auf researchgate.net
  • Papenfuß, U. (2013): Verantwortungsvolle Steuerung und Leitung öffentlicher Unternehmen – Empirische Analyse und Handlungsempfehlungen zur Public Corporate Governance, Wiesbaden. (Kapitel 11.6 „Ganzheitliche und individuelle Vorteile durch einen bundeslandübergreifenden Grundlagenkodex“ und 11.7 „Übersicht zu Forderungen für eine hochrangige PCG-Kommission“)
  • Weitere Autor/innen siehe in Bibliothek auf dieser Internetseite: Studien

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PROZESS ZUR ENTWICKLUNG DES DEUTSCHEN PUBLIC CORPORATE GOVERNANCE-MUSTERKODEX

  • Seit 2016 verstärktes Herantragen des Bedarfs an Prof. Dr. Ulf Papenfuß, den Prozess zur Entwicklung des D-PCGM „aus der Praxis für die Praxis“ als Universitätsprofessor im Fachgebiet mit wissenschaftlicher Unabhängigkeit zu initiieren und koordinieren.

  • Vorstellung der einschlägigen Forderungen und Potentiale sowie Aufzeigen von Perspektiven für neue Wege zur Erstellung des D-PCGM auf verschiedenen Tagungen und Konsultationsveranstaltungen von Prof. Dr. Ulf Papenfuß in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren.

  • Durchführung einer deutschlandweit und unter großer Beteiligung durchgeführten Konsultationsbefragung von Anfang April bis Ende Juni 2019.

  • Im Verlauf Bildung eines offenen Arbeitskreises, erster Vorbereitungen für den D-PCGM.

  • Im Rahmen des Konsultationsverfahrens fand am 19. und 20. September 2019 der ZU|kunftssalon Deutscher Public Corporate Governance-Musterkodex an der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen statt. Im Zuge der Veranstaltung wurde im Plenum die „Friedrichshafener Erklärung“ zu Erfordernissen und Chancen des D-PCGM verabschiedet. Das Dokument ist hier abrufbar.

  • Januar 2020: Veröffentlichung Deutscher Public Corporate Governance-Musterkodex (hier abrufbar).

  • Seit Januar 2020: Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen, zum D-PCGM schriftliche Stellungnahmen zu verfassen. Die Stellungnahmen werden von der Expertenkommission D-PCGM in die weiteren Erörterungen aufgenommen und im weiteren Verlauf auf der Website des D-PCGM veröffentlicht, soweit die Verfasser/innen der Stellungnahmen der Offenlegung nicht widersprechen.

  • Übersetzung des D-PCGM in die englische Sprache, um den Kodex für Gebietskörperschaften in allen Ländern und die internationale Diskussion verwendbar zu machen.

  • Frühjahr-Herbst 2020: Austausch und Diskussion D-PCGM und Stellungnahmen sowie Evaluation D-PCGM

  • 14./15. September 2020: ZU|kunftssalon Public Corporate Governance an der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen.  Die Veranstaltung behandelt übergreifende Fragen aus dem Bereich Beteiligungssteuerung und Beteiligungsmanagement. Sie dient aber auch als Konsultationsveranstaltung der Expertenkommission D-PCGM und bietet die Möglichkeit, mit einzelnen Mitgliedern der Expertenkommission D-PCGM in den Austausch zu treten. Zudem können auch hier Impulse für die Evaluation des D-PCGM eingebracht werden. Aktuelle Informationen finden Sie hier auf der Veranstaltungsseite des Lehrstuhls von Prof. Dr. Ulf Papenfuß.

  • Ca. Januar 2021: Veröffentlichung 2. Fassung D-PCGM nach Konsultationsverfahren und Auswertung von Stellungnahmen durch die Expertenkommission

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